#55 Recycling von Solarmodulen - Kreislaufwirtschaft auf dem Dach
Shownotes
🤖 KI-Hinweis (EU AI Act, Art. 50): Diese Folge wurde vollständig automatisiert mit Künstlicher Intelligenz erstellt. Stimme, Text und Bildmaterial sind KI-generiert und wurden nicht redaktionell geprüft. Keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Verantwortlich: Maik Marx, Montageteam Marx, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.
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00:00:02: Eine Solaranlage hält dreißig Jahre, manche sogar noch länger.
00:00:06: Aber was passiert eigentlich danach?
00:00:09: Landen dann Millionen alter Module irgendwann auf einer riesigen Mülldeponie und werden vom Klimaretter zum Umweltproblem?
00:00:17: Diese Sorge hört man immer wieder.
00:00:20: Heute gehen wir ihr ehrlich auf den Grund – und die Antwort ist überraschend erfreulich: Ein Solarmodul ist nämlich zu über neunzig Prozent wiederverwertbar.
00:00:30: Es ist am Ende seines Lebens kein Müll, sondern ein wahrer Schatz an wertvollen Rohstoffen.
00:00:36: Herzlich willkommen beim Solarsorglos-Podcast, hier ist eure Solaria.
00:00:41: Heute denken wir bis ans Ende eines langen Anlagenlebens und darüber hinaus.
00:00:46: Es geht um das Recycling von Solarmodulen und um die Kreislaufwirtschaft.
00:00:51: Du erfährst, woraus ein Modul besteht, wie viel davon wiederverwertet wird, wer dafür verantwortlich ist und was du selbst am Ende tun musst.
00:01:02: Und natürlich ist unser Experte Maik Marx wieder dabei.
00:01:06: Maik, schön, dass du da bist!
00:01:08: Hallo Solaria, hallo an alle da draußen.
00:01:11: Ja, das ist ein wichtiges Thema, weil es eine der häufigsten kritischen Fragen beantwortet, die mir gestellt werden.
00:01:19: Viele Menschen sind begeistert von der Sonnenenergie, haben aber im Hinterkopf diese Sorge: Was kommt am Ende?
00:01:27: Und ich finde, eine ehrliche Energiewende muss auch das Ende mitdenken, nicht nur den glänzenden Anfang.
00:01:34: Die gute Nachricht ist: Beim Solarmodul sieht diese Bilanz richtig gut aus.
00:01:39: Dann lass uns vorne anfangen.
00:01:41: Woraus besteht ein Solarmodul eigentlich?
00:01:43: Aus erstaunlich einfachen und gut bekannten Materialien, das ist der Schlüssel.
00:01:48: Der mit Abstand größte Teil, etwa drei Viertel des Gewichts, ist ganz normales Glas – die Deckscheibe, die das Modul schützt.
00:01:57: Dann kommt der Rahmen aus Aluminium, ein hochwertiges und sehr gut recycelbares Metall.
00:02:03: Im Inneren stecken die eigentlichen Solarzellen aus Silizium, also im Grunde hochreiner Sand.
00:02:09: Dazu kommen kleine Mengen wertvoller Metalle wie Silber und Kupfer für die Leiterbahnen und die Verkabelung, sowie etwas Kunststoff, der alles einbettet und abdichtet.
00:02:21: Das war es im Wesentlichen.
00:02:24: Es sind also fast durchweg Materialien, die wir hervorragend trennen und wiederverwerten können.
00:02:30: Enthalten Solarmodule eigentlich giftige Stoffe, die beim Recycling gefährlich sein könnten?
00:02:34: Bei den ganz normalen Silizium-Modulen, die auf den allermeisten Dächern liegen, ist das erfreulich unkritisch.
00:02:41: Sie bestehen im Wesentlichen aus Glas, Aluminium, Silizium und etwas Metall – nichts davon ist giftig.
00:02:50: Es gibt einige spezielle Dünnschicht-Module, die kleine Mengen besonderer Stoffe enthalten können, aber die werden in geschlossenen Kreisläufen gesondert und sicher verwertet.
00:03:02: Für den typischen Hausbesitzer mit Standardmodulen gilt: Da ist nichts Gefährliches drin, was Sorgen machen müsste.
00:03:10: Das Modul auf deinem Dach ist im Kern ein Stück Glas mit Sand und Metall – sehr bodenständige, sichere Materialien.
00:03:18: Und wie viel von diesem Material lässt sich tatsächlich wiederverwerten?
00:03:22: Sehr viel, und das überrascht die meisten.
00:03:25: Über neunzig Prozent eines Moduls können wiederverwertet werden – nach Gewicht sogar noch mehr, weil das schwere Glas und das Aluminium nahezu vollständig im Kreislauf bleiben.
00:03:36: Das Glas kann eingeschmolzen und neu verwendet werden, das Aluminium des Rahmens wandert in den gut etablierten Metallkreislauf, das Kupfer ebenso.
00:03:47: Selbst das Silizium und die kleinen Mengen Silber lassen sich zurückgewinnen.
00:03:52: Ein Solarmodul ist also keine Wegwerftechnik, sondern fast ein wandelnder Rohstoffspeicher, den man am Ende wieder ausräumt.
00:04:02: Wer ist denn dafür verantwortlich, dass das auch wirklich passiert?
00:04:05: Bleibt das am Hausbesitzer hängen?
00:04:07: Nein, und das ist ein ganz wichtiger und beruhigender Punkt.
00:04:11: In Europa fallen Solarmodule unter das Elektro- und Elektronikgesetz, also dieselben Regeln, die auch für andere Elektrogeräte gelten.
00:04:20: Das bedeutet: Die Hersteller sind gesetzlich verpflichtet, ihre Module am Ende zurückzunehmen und für die fachgerechte Verwertung zu sorgen.
00:04:29: Das Recycling ist also bereits im System eingepreist und organisiert.
00:04:34: Für dich als Eigentümer heißt das: Du musst dich nicht selbst um komplizierte Entsorgung kümmern, sondern gibst die alten Module an den dafür vorgesehenen Stellen ab.
00:04:45: Das System dahinter ist bereits aufgebaut.
00:04:48: Wie läuft so ein Recycling-Prozess technisch ab?
00:04:51: Das würde mich interessieren.
00:04:52: Das ist tatsächlich spannend.
00:04:54: Zuerst wird der Aluminiumrahmen abgenommen und die Anschlussdose mit den Kabeln entfernt – diese Teile gehen direkt in ihre jeweiligen Metallkreisläufe.
00:05:04: Dann kommt das eigentliche Herzstück: das sogenannte Laminat, also Glas, Zellen und Kunststoff.
00:05:13: Das wird zerkleinert und in seine Bestandteile getrennt.
00:05:17: Das Glas wird gereinigt und aufbereitet, die wertvollen Metalle werden in speziellen Verfahren herausgelöst und zurückgewonnen.
00:05:27: Es gibt einfache Verfahren, die vor allem das Glas und Aluminium retten, und es gibt immer bessere, hochwertige Verfahren, die auch das Silizium und das Silber sauber zurückholen.
00:05:40: Genau in diese hochwertigen Verfahren wird gerade viel investiert.
00:05:45: Du sagst, es wird investiert.
00:05:47: Heißt das, die Recycling-Infrastruktur ist noch im Aufbau?
00:05:50: Ja, und da will ich ehrlich sein.
00:05:53: Wir stehen bei den großen Mengen erst am Anfang, schlicht weil bisher kaum Module das Ende ihres Lebens erreicht haben.
00:06:01: Die große Welle alter Module kommt erst in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten auf uns zu, wenn die vielen Anlagen, die heute gebaut werden, in die Jahre kommen.
00:06:13: Genau deshalb baut man jetzt die spezialisierten Recycling-Anlagen auf und entwickelt die Verfahren weiter, damit die Kapazitäten da sind, wenn die Mengen kommen.
00:06:26: Es ist ein vorausschauender Aufbau.
00:06:28: Die Technik ist da, die Gesetze sind da – jetzt wächst die Infrastruktur mit den Mengen mit.
00:06:35: Bauen die Hersteller die Module denn schon so, dass sie sich später gut recyceln lassen?
00:06:39: Ja, das ist ein wachsendes Thema, das man Design für Recycling nennt.
00:06:44: Die Idee ist, schon beim Bau eines Moduls daran zu denken, wie man es am Ende wieder leicht zerlegen kann.
00:06:51: Zum Beispiel arbeitet man an Klebstoffen und Einbettungen, die sich später leichter wieder lösen lassen, oder an Bauweisen, bei denen sich Glas und Zellen sauberer trennen lassen.
00:07:02: Je einfacher ein Modul zerlegbar ist, desto mehr und desto reinere Rohstoffe bekommt man am Ende zurück.
00:07:10: Das ist echte Kreislaufwirtschaft, von vornherein mitgedacht.
00:07:14: Es zeigt: Die Branche lernt dazu und denkt das Ende immer stärker mit.
00:07:20: Gibt es eigentlich auch die Möglichkeit, ein altes Modul nicht zu zerlegen, sondern weiterzuverwenden?
00:07:25: Ja, und das ist ein wunderschöner Gedanke: das zweite Leben, neudeutsch Second-Life.
00:07:31: Viele Module, die nach zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren von einem Dach geholt werden, sind ja gar nicht kaputt.
00:07:38: Sie liefern oft noch achtzig Prozent ihrer ursprünglichen Leistung.
00:07:42: Solche Module sind zu schade zum Zerlegen.
00:07:45: Sie finden ein zweites Leben dort, wo es nicht auf maximale Effizienz ankommt – etwa für eine Gartenhütte, für ein Projekt in einem sonnenreichen Entwicklungsland, für eine Berghütte oder eine Pumpe auf dem Feld.
00:07:59: Bevor ein Modul recycelt wird, lohnt sich also immer die Frage: Kann es woanders noch nützlich sein?
00:08:07: Wiederverwenden ist immer noch besser als Wiederverwerten.
00:08:10: Lass uns einen Moment über die Ökobilanz reden.
00:08:13: Lohnt sich ein Solarmodul energetisch überhaupt, wenn man die Herstellung mitrechnet?
00:08:17: Eindeutig ja, und das ist eine der überzeugendsten Zahlen überhaupt.
00:08:22: Die Herstellung eines Moduls kostet natürlich Energie.
00:08:26: Aber ein Modul produziert diese Energie, die für seine Herstellung nötig war, in unseren Breiten schon nach etwa ein bis zwei Jahren wieder ein.
00:08:36: Man nennt das die energetische Amortisation.
00:08:39: Wenn das Modul danach aber noch achtundzwanzig oder mehr Jahre weiterläuft, erzeugt es ein Vielfaches der Energie, die je in es hineingesteckt wurde.
00:08:50: Über sein Leben gerechnet liefert ein Modul also zehn- bis fünfzehnmal mehr Energie, als seine Herstellung gekostet hat.
00:08:59: Und mit jedem recycelten Modul wird diese Bilanz noch besser, weil die Rohstoffe wieder in den Kreislauf gehen.
00:09:07: Du hast die Herstellungsenergie erwähnt.
00:09:09: Wie sauber ist denn die Produktion der Module selbst?
00:09:12: Das ist eine faire Frage, und sie wird ständig besser beantwortet.
00:09:16: Heute werden viele Module noch in Ländern produziert, deren Strommix nicht ideal ist, das stimmt.
00:09:23: Aber zwei Dinge sind wichtig: Erstens holt das Modul, wie gesagt, seine Herstellungsenergie in ein bis zwei Jahren wieder herein und produziert danach jahrzehntelang sauberen Strom.
00:09:36: Die Gesamtbilanz ist also eindeutig positiv.
00:09:39: Und zweitens entstehen gerade neue Produktionen, auch in Europa, die mit erneuerbarem Strom arbeiten.
00:09:47: Je grüner der Strom für die Herstellung, desto sauberer das Modul von Anfang an.
00:09:52: Die Branche verbessert sich hier mit jedem Jahr – und das Recycling schließt den Kreis zusätzlich.
00:09:59: Maik, du kennst mich – jetzt kommt mein Lieblingsmoment.
00:10:02: Mach uns den Wert dieser Rohstoffe mal greifbar.
00:10:05: Sehr gerne.
00:10:06: Stell dir vor, in den kommenden Jahrzehnten werden allein in Deutschland Millionen Tonnen alter Module zurückkommen.
00:10:13: Darin stecken riesige Mengen an Glas, an Aluminium, an Kupfer, an Silizium und an Silber.
00:10:21: Diese Rohstoffe muss man dann nicht mehr neu abbauen, mit allem Aufwand und allen Umweltfolgen, sondern man hat sie quasi schon auf den Dächern eingelagert.
00:10:31: Manche sprechen deshalb von den Dächern als unserem Rohstofflager der Zukunft.
00:10:36: Wenn man die Rohstoffe zurückgewinnt, spart das Energie, schont die Umwelt und macht uns unabhängiger von Importen.
00:10:44: Es ist also nicht nur Entsorgung, sondern echte Wertschöpfung.
00:10:48: Aus alt mach neu, im besten Sinne.
00:10:51: Wie schneidet das Solarmodul im Vergleich zu anderen Energieträgern ab, wenn es ums Lebensende geht?
00:10:56: Der Vergleich fällt klar zugunsten der Sonne aus.
00:11:00: Denk an einen Kohleblock: Der verbrennt seinen Brennstoff unwiederbringlich, stößt dabei Kohlendioxid aus und hinterlässt Asche und Abgase – nichts davon kommt zurück.
00:11:12: Ein Solarmodul dagegen verbrennt überhaupt nichts, es nutzt nur das Licht, und am Ende seines langen Lebens kann man fast alles wiederverwerten.
00:11:21: Es gibt kaum eine Energietechnik, deren Lebensweg vom Anfang bis zum Ende so sauber ist.
00:11:28: Natürlich ist nichts perfekt, und wir sollten ehrlich an den Schwächen arbeiten.
00:11:33: Aber im großen Vergleich steht die Photovoltaik beim Thema Kreislauf und Lebensende ausgesprochen gut da.
00:11:41: Was muss ich denn als Hausbesitzer ganz praktisch tun, wenn meine Module nach Jahrzehnten ausgedient haben?
00:11:46: Zum Glück ist das einfach.
00:11:48: Du gibst die alten Module nicht in den Hausmüll – das wäre falsch und ist auch nicht erlaubt.
00:11:54: Stattdessen gibt es klare Wege: Viele Wertstoffhöfe nehmen Solarmodule an, oft kostenlos.
00:12:02: Der Fachbetrieb, der dir die neue Anlage installiert, nimmt die alten Module in der Regel gleich mit und führt sie der Verwertung zu.
00:12:10: Und es gibt spezielle Rücknahmesysteme der Hersteller.
00:12:14: Wichtig ist nur, dass die Module in den geordneten Kreislauf kommen und nicht irgendwo wild entsorgt werden.
00:12:21: Wenn du beim Austausch einen seriösen Fachbetrieb beauftragst, ist das alles automatisch mit geregelt – du musst dir keine Gedanken machen.
00:12:30: An wen richtet sich dieses Thema also besonders?
00:12:33: Eigentlich an jeden, der sich für die ganze Wahrheit über Solarenergie interessiert – und an alle, die noch unsicher sind, weil sie das Müll-Argument gehört haben.
00:12:43: Denen kann ich sagen: Diese Sorge ist verständlich, aber die Fakten sprechen eine klare Sprache.
00:12:50: Das Solarmodul ist eine der am besten recycelbaren Technologien, die wir haben.
00:12:56: Wir bei Solarsorglos kümmern uns beim Austausch alter Anlagen selbstverständlich um die fachgerechte Verwertung und prüfen auch, ob alte Module noch ein zweites Leben verdienen.
00:13:09: Eine saubere Energie soll eben von Anfang bis Ende sauber sein.
00:13:13: Das gehört für uns zu einer ehrlichen Beratung dazu.
00:13:17: Das ist ein wunderbar beruhigender und vollständiger Blick auf den gesamten Lebensweg eines Moduls.
00:13:23: Vielen Dank, Maik, dass du diese wichtige Frage so klar beantwortet hast.
00:13:27: Sehr gerne, Solaria.
00:13:30: Eine gute Technik denkt vom Anfang bis zum Ende – und beim Solarmodul können wir mit gutem Gewissen sagen: Auch das Ende ist ein guter Anfang, nämlich für neue Rohstoffe.
00:13:42: Bevor wir für heute Schluss machen, noch ein kurzer Ausblick.
00:13:46: In der nächsten Folge, Nummer sechsundfünfzig, wenden wir uns einem ganz modernen Stromfresser zu, der gerade enorm wächst.
00:13:54: Es geht um Solarenergie für Rechenzentren – und den gewaltigen Energiehunger der künstlichen Intelligenz.
00:14:00: Wir hoffen, du bist auch dann wieder neugierig dabei.
00:14:04: Bis dahin, hab eine sonnige Zeit und denk an die Dächer als Rohstofflager der Zukunft.
00:14:08: Macht's gut und bis bald!
00:14:10: Die in diesem Podcast geteilten Informationen dienen deiner allgemeinen Information über das Recycling von Solarmodulen.
00:14:17: Sie stellen keine Energie-, Finanz-, Rechts- oder Unternehmensberatung dar.
00:14:22: Für die fachgerechte Entsorgung gelten die jeweils aktuellen gesetzlichen Bestimmungen.
00:14:27: Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
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