#66 Die Tankstelle der Zukunft

Shownotes

Die Tankstelle, wie wir sie kennen, hat ihre besten Tage bald hinter sich: keine Benzinpumpen, kein Dieselgeruch – stattdessen ein großes Solardach, darunter Schnelllader, gespeist von Sonne und einem großen Batteriespeicher. Klingt nach ferner Zukunft? Die ersten dieser Solar-Ladeparks stehen längst an unseren Straßen und Autobahnen. Heute tanken wir Sonne.

Solar-Experte Maik Marx löst den scheinbaren Widerspruch auf: Wie soll ein Solardach die gewaltige Leistung von Schnellladern stemmen? Das Herzstück ist der Batteriespeicher – er wirkt wie ein Wasserturm, den die Sonne über den ganzen Tag gemächlich füllt und der bei Bedarf die geballte Leistung in kurzer Zeit abgibt. So entkoppelt man die gleichmäßige Erzeugung von der stoßweisen Abnahme – und spart obendrein enorme Netzanschlusskosten, weil der Speicher die Lastspitzen glättet. Maiks Rechenbeispiel: Ein Ladepark mit Solardach von 200 bis 300 Kilowatt erzeugt jährlich mehrere hunderttausend Kilowattstunden. Diesen Strom verkauft der Betreiber mit schöner Marge an die ladenden Kunden, weil eigener Sonnenstrom viel günstiger ist als der Netzeinkauf – dazu kommen die gesparten Netzkosten.

Maik ordnet auch die Grenzen ein: Bidirektionales Laden und grüner Wasserstoff stecken teils noch in der Entwicklung, aber die Richtung ist klar – Erzeugung, Speicher und Fahrzeuge wachsen zu einem intelligenten Ganzen zusammen. Solarsorglos plant solche kombinierten Anlagen aus Solardach, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur, rechnet die Netzkostensenkung genau aus und bietet das Pachtmodell für alle, die ohne eigenes Kapital einsteigen wollen. Hör rein und erfahre, wie aus der alten Tankstelle ein Sonnenkraftwerk wird.

Alle Infos, Bilder und weiterführenden Links zu dieser Folge findest du auf https://solarsorglos.de/podcast-66.

Hilfreiche Links

🤖 KI-Hinweis (EU AI Act, Art. 50): Diese Folge wurde vollständig automatisiert mit Künstlicher Intelligenz erstellt. Stimme, Text und Bildmaterial sind KI-generiert und wurden nicht redaktionell geprüft. Keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Verantwortlich: Maik Marx, Montageteam Marx, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.

Transkript anzeigen

00:00:02: Die Tankstelle, wie wir sie alle kennen, hat ihre besten Tage bald hinter sich.

00:00:06: Keine Benzinpumpen mehr, kein Dieselgeruch in der Luft – stattdessen ein großes Dach voller Solarmodule, darunter Schnelllader, die Elektroautos in wenigen Minuten füllen, gespeist von der Sonne und einem großen Batteriespeicher.

00:00:21: Klingt das nach ferner Zukunft?

00:00:24: Die ersten dieser Solar-Ladeparks stehen längst an unseren Straßen und Autobahnen.

00:00:29: Heute tanken wir Sonne.

00:00:31: Herzlich willkommen beim Solarsorglos-Podcast, hier ist eure Solaria.

00:00:35: Heute denken wir das Tanken komplett neu.

00:00:38: Es geht um die Tankstelle der Zukunft – um Solardach, Schnelllader und Batteriespeicher, die gemeinsam die alte Zapfsäule ablösen.

00:00:48: Du erfährst, warum die Sonne dabei eine Schlüsselrolle spielt, warum der Speicher hier so entscheidend ist und was für ein Geschäftsmodell daraus wird.

00:00:57: Und natürlich ist unser Experte Maik Marx wieder dabei.

00:01:01: Maik, schön, dass du da bist!

00:01:03: Hallo Solaria, hallo an alle da draußen.

00:01:06: Ja, das ist für mich eines der spannendsten Zukunftsthemen überhaupt, weil sich hier gerade vor unseren Augen eine ganze Branche neu erfindet.

00:01:16: Die Tankstelle war über hundert Jahre lang ein Ort, an dem fossiler Treibstoff verkauft wurde.

00:01:22: In Zukunft wird sie ein Ort, an dem saubere Energie getankt wird – und im Idealfall direkt vor Ort von der Sonne erzeugt.

00:01:30: Diese Verwandlung ist faszinierend, und die Solarenergie steht dabei im Zentrum.

00:01:36: Dann lass uns gleich zum Kern kommen.

00:01:38: Warum passt die Sonne so gut zur Ladestation?

00:01:40: Aus mehreren Gründen, die ineinandergreifen.

00:01:43: Erstens haben Ladeparks und Tankstellen oft große Flächen – Vordächer über den Zapfplätzen, Shop-Gebäude, weitläufige Höfe.

00:01:54: Über den Ladeplätzen lässt sich ein Solardach bauen, das gleichzeitig die Fahrzeuge und die ladenden Menschen vor Sonne und Regen schützt und Strom erzeugt.

00:02:05: Zweitens: Wer ohnehin Strom verkauft, kann einen Teil davon günstig selbst produzieren, statt ihn teuer einzukaufen.

00:02:14: Und drittens passt das Laden tagsüber gut zur Sonne.

00:02:18: Ein Solardach über einem Ladepark ist also fast die natürlichste Sache der Welt – es macht aus einer reinen Stromabgabestelle einen kleinen Selbstversorger.

00:02:28: So ein Solardach über den Ladeplätzen – ist das aufwendig zu bauen?

00:02:32: Erstaunlich unkompliziert, denn es ist im Grunde ein großer Solar-Carport.

00:02:37: Man stellt eine stabile Überdachung über die Lade- und Stellplätze, und auf diese Überdachung kommen die Module.

00:02:44: Das Schöne ist der dreifache Nutzen: Die Fahrzeuge und die Menschen stehen im Schatten und im Trockenen, die Module erzeugen Strom, und man braucht keine zusätzliche Fläche – man nutzt einfach den Raum über den ohnehin vorhandenen Stellplätzen.

00:03:00: Solche Solar-Carports sind ausgereifte, bewährte Technik.

00:03:04: Sie machen aus einem nüchternen Asphaltplatz im Handumdrehen ein attraktives, überdachtes Solarkraftwerk.

00:03:12: Das ist Flächennutzung, wie ich sie liebe – mehrfach statt einfach.

00:03:17: Jetzt kommt mein kritischer Einwand.

00:03:19: Schnelllader ziehen ja gewaltige Leistung auf einmal.

00:03:22: Das kann die Sonne doch gar nicht liefern, oder?

00:03:24: Ein ausgezeichneter Einwand, und er führt zum eigentlichen Herzstück dieses Konzepts: dem Batteriespeicher.

00:03:32: Du hast völlig recht – ein einzelner Schnelllader zieht in wenigen Minuten so viel Leistung, dass kein Solardach das direkt stemmen kann, und mehrere gleichzeitig schon gar nicht.

00:03:44: Aber genau dafür gibt es den großen Pufferspeicher.

00:03:48: Die Sonne lädt über den ganzen Tag gemächlich diesen Speicher, und wenn dann ein Auto kommt und schnell laden will, gibt der Speicher die geballte Leistung in kurzer Zeit ab.

00:03:59: Der Speicher wirkt wie ein Wasserturm: Die Sonne füllt ihn langsam, und bei Bedarf rauscht die Energie schnell heraus.

00:04:07: So entkoppelt man die gleichmäßige Erzeugung von der stoßweisen Abnahme.

00:04:12: Das ist ein wunderbares Bild – der Wasserturm für Strom.

00:04:15: Und es löst gleich noch ein zweites Problem, das vielen Ladeparks Sorgen macht: die Netzanschlusskosten.

00:04:22: Wenn man viele Schnelllader allein aus dem Netz versorgen will, braucht man einen extrem starken, teuren Netzanschluss, der nur für die kurzen Spitzen ausgelegt ist.

00:04:33: Mit Solar und einem großen Speicher kann man diese Spitzen abfedern und kommt mit einem kleineren, günstigeren Netzanschluss aus.

00:04:42: Der Speicher glättet die Lastspitzen.

00:04:45: Das spart oft enorme Anschluss- und Netzkosten und macht den ganzen Ladepark erst richtig wirtschaftlich.

00:04:52: Solar und Speicher sind hier also nicht nur fürs gute Gewissen da, sondern handfest fürs Geschäft.

00:04:58: Du hast die Autobahn erwähnt.

00:05:00: Was ist mit den großen Lkw, die ja auch elektrisch werden?

00:05:03: Das ist die nächste, noch größere Dimension.

00:05:06: Elektro-Lkw brauchen gewaltige Lademengen, man spricht hier sogar vom Megawatt-Laden.

00:05:12: Entlang der Autobahnen entstehen gerade Ladeparks speziell für schwere Lkw, und die haben einen enormen Strombedarf.

00:05:21: Gerade dort sind große Solardächer über den Stellplätzen und mächtige Batteriespeicher Gold wert, um die Lastspitzen abzufedern und die Netzkosten im Griff zu halten.

00:05:33: Die Flächen an Autobahnraststätten und Logistikhöfen sind riesig – ideal für Solar.

00:05:40: Wer hier früh die besten Standorte mit eigener Sonnenstromerzeugung sichert, baut die Tankinfrastruktur des Schwerverkehrs von morgen.

00:05:48: Das ist ein gigantischer Zukunftsmarkt.

00:05:51: Und der klassische Tankstellen-Shop?

00:05:53: Der bleibt ja sicher erhalten.

00:05:54: Ganz im Gegenteil, der wird sogar wichtiger.

00:05:57: Beim Verbrenner tankt man in drei Minuten und fährt weiter.

00:06:01: Beim Laden steht das Auto auch mit Schnellladern eine Viertelstunde oder länger – und diese Zeit wollen die Menschen sinnvoll nutzen.

00:06:09: Sie gehen in den Shop, trinken einen Kaffee, essen eine Kleinigkeit, erledigen einen Einkauf.

00:06:16: Der Ladepark der Zukunft ist also ein Ort zum Verweilen, mit Gastronomie und Geschäft.

00:06:22: Und dieser Shop verbraucht selbst Strom – für Kühlung, Beleuchtung, Kaffeemaschinen.

00:06:29: Auch den liefert das Solardach.

00:06:31: So wird die ganze Anlage rund: Die Sonne lädt die Autos und versorgt gleichzeitig den Shop, in dem die Wartezeit zum Erlebnis wird.

00:06:40: Gibt es schon Ideen, wie die E-Autos selbst dem System helfen könnten?

00:06:43: Ja, und das ist ein faszinierender Ausblick: das bidirektionale Laden.

00:06:49: Ein Elektroauto ist im Grunde ein großer Batteriespeicher auf Rädern.

00:06:54: Künftig könnten geparkte Autos nicht nur laden, sondern bei Bedarf auch Strom ins System zurückgeben – etwa wenn gerade Ladespitzen abzufedern sind.

00:07:04: So würden die Fahrzeuge selbst Teil des Speichersystems.

00:07:08: In Kombination mit dem Solardach und dem stationären Speicher entsteht ein hochflexibles Energienetz am Ladepark.

00:07:18: Das steckt zwar teils noch in der Entwicklung, aber es zeigt die Richtung: Erzeugung, Speicher und Fahrzeuge wachsen zu einem intelligenten Ganzen zusammen, und die Sonne ist die Quelle, aus der alles gespeist wird.

00:07:31: Maik, du kennst mich – jetzt kommt mein Lieblingsmoment.

00:07:34: Rechne uns das mal an einem Beispiel vor.

00:07:37: Sehr gerne.

00:07:38: Nehmen wir einen Ladepark an einer gut befahrenen Straße mit einem großen Solardach über den Ladeplätzen und dem Shop, sagen wir mit zweihundert bis dreihundert Kilowatt Leistung, dazu ein großer Batteriespeicher.

00:07:52: Das Solardach erzeugt im Jahr mehrere hunderttausend Kilowattstunden.

00:07:57: Diesen Strom verkauft der Betreiber entweder direkt an die ladenden Kunden – mit einer schönen Marge, weil der eigene Sonnenstrom viel günstiger ist als der Netzeinkauf – oder er nutzt ihn für den Shop.

00:08:10: Dazu kommt die große Einsparung bei den Netzanschlusskosten durch den Speicher.

00:08:15: Für den Betreiber bedeutet das: höhere Margen beim Stromverkauf, geringere Netzkosten und ein zukunftssicheres Geschäft.

00:08:23: Während die Margen beim Benzin immer dünner wurden, eröffnet der Sonnenstrom hier ein ganz neues, attraktives Geschäftsmodell.

00:08:31: Das verändert ja die ganze Branche.

00:08:33: Vollständig, und das ist das Faszinierende.

00:08:37: Die Mineralölkonzerne und viele neue Anbieter investieren gerade Milliarden in den Aufbau solcher Ladeparks.

00:08:46: Sie wissen: Wer in Zukunft die besten Standorte mit eigener Sonnenstrom-Erzeugung hat, gewinnt.

00:08:53: Und für kleinere Akteure entstehen ganz neue Chancen – ein Supermarkt, ein Hotel, ein Autohof, ein Rasthof, sie alle können zum Ladepark werden und vom Stromverkauf profitieren.

00:09:07: Die Tankstelle ist nicht mehr ein abgeschlossenes Geschäft der Ölbranche, sondern wird zu einem offenen Feld, auf dem die Sonne der entscheidende Vorteil ist.

00:09:17: Wer eigenen Solarstrom anbietet, hat den günstigsten Treibstoff der Welt direkt auf dem Dach.

00:09:24: Du hast gesagt, die besten Standorte gewinnen.

00:09:27: Warum ist das so entscheidend?

00:09:28: Weil beim Laden der Standort fast alles ist.

00:09:32: Anders als beim schnellen Tanken hält man beim Laden länger – also gewinnt der Ort, der gut erreichbar ist und gleichzeitig etwas zu bieten hat: einen netten Shop, Gastronomie, vielleicht Einkaufsmöglichkeiten.

00:09:48: Und wer an seinem Standort eigenen Sonnenstrom erzeugt, kann das Laden günstiger oder margenstärker anbieten als die Konkurrenz, die teuren Netzstrom durchreicht.

00:09:59: Der Standortvorteil und der Solarvorteil verstärken sich gegenseitig.

00:10:04: Deshalb sichern sich kluge Betreiber jetzt die guten Lagen und rüsten sie gleich mit Solar aus.

00:10:10: Wer zu spät kommt, findet die besten Plätze schon besetzt.

00:10:14: Und was ist mit Wasserstoff – wird auch der getankt werden?

00:10:17: Möglicherweise, vor allem im Schwerverkehr, und auch da kommt die Sonne ins Spiel.

00:10:23: Wenn künftig an manchen Standorten Wasserstoff getankt wird, dann sollte das grüner Wasserstoff sein – also mit Solarstrom hergestellt, wie wir es in einer früheren Folge besprochen haben.

00:10:35: Eine Tankstelle der Zukunft könnte sogar beides anbieten: Schnellladen für die meisten Fahrzeuge und Wasserstoff für spezielle Anwendungen, und für beides ist sauberer Solarstrom die Grundlage.

00:10:48: Egal welche Technik sich wo durchsetzt – am Anfang der Kette steht immer die günstige, saubere Energie von der Sonne.

00:10:55: Deshalb ist das Solardach die sicherste Investition, ganz gleich, wohin die Reise technisch geht.

00:11:01: An wen richtet sich dieses Thema also konkret?

00:11:04: An Tankstellenbetreiber und Mineralölunternehmen, an Autohöfe und Rasthöfe, an Supermärkte, Hotels und Restaurants an verkehrsgünstigen Lagen, und an Investoren, die in Ladeinfrastruktur einsteigen wollen.

00:11:20: Überall dort, wo Menschen mit dem Auto halten und laden, lohnt sich der Blick aufs Dach.

00:11:26: Wir bei Solarsorglos planen solche kombinierten Anlagen aus Solardach, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur und rechnen genau aus, wie sich die Netzkosten senken und die Margen steigern lassen.

00:11:41: Es geht darum, die Tankstelle vom Auslaufmodell zum Gewinner der Energiewende zu machen – mit der Sonne als günstigstem Treibstoff direkt über dem Ladeplatz.

00:11:52: Das ist ein wunderbar zukunftsweisender Blick auf die Sonnenenergie.

00:11:55: Vielen Dank, Maik, dass du gezeigt hast, wie aus der alten Tankstelle ein Sonnenkraftwerk wird.

00:12:00: Sehr gerne, Solaria.

00:12:02: Es ist ein schöner Gedanke: Bald hält man an der Tankstelle, und während das Auto mit Sonnenstrom lädt, genießt man einen Kaffee unter genau dem Dach, das diesen Strom erzeugt.

00:12:14: Tanken wird zum Sonnenmoment.

00:12:17: Bevor wir für heute Schluss machen, noch ein kurzer Ausblick.

00:12:20: In der nächsten Folge, Nummer siebenundsechzig, wird es grün im wahrsten Sinne.

00:12:25: Es geht um Solarenergie für Gärtnereien und Gewächshäuser – wo Licht, Wärme und Wachstum auf faszinierende Weise zusammenkommen.

00:12:34: Wir hoffen, du bist auch dann wieder neugierig dabei.

00:12:37: Bis dahin, hab eine sonnige Zeit – und gute Fahrt zur nächsten Sonnentankstelle.

00:12:42: Macht's gut und bis bald!

00:12:44: Die in diesem Podcast geteilten Informationen dienen deiner allgemeinen Information über Solarenergie für Ladeparks und Tankstellen.

00:12:51: Sie stellen keine Energie-, Finanz- oder Unternehmensberatung dar.

00:12:55: Die Planung und Umsetzung solcher Projekte erfordert eine detaillierte fachliche Analyse durch qualifizierte Fachplaner und Installateure.

00:13:03: Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.